Saison 2015

An einem sonnigen Tag in der dritten Februarwoche machten die Bienen einer Kiste ihren Reinigungsflug.

Wie gut, die haben den Winter schon mal überstanden.

Beim zweiten Volk war nichts zu sehen.

Dieses war mit recht wenigen Bienen in den Winter gegangen. Schon bei der Winterbehandlung hatten wir Bedenken, dass sie durchkommen. Diese hat ihnen vielleicht den Garaus gemacht.

Es ist schon ein Stress für die Bienen.

Nun, wir hoffen noch.

Jetzt müssen aber mal wirklich auch ein paar warme Tage kommen, damit die Bienen Pollen sammeln können für die Brut.

Ja und das Futter reicht wohl auch nur noch ein paar Wochen.

Bis es richtig warm ist- das wissen wir inzwischen- sind die Bienen keinesfalls über den Berg.

In diesem Jahr wird es wohl keinen Honig geben.

Es steht eine Bauerneuerung an, dh. die Bienen müssen kurz nach dem Schwärmen, in dem Zeitraum der Brutfreiheit, in einen neue Kiste umgesiedelt werden.

Dort müssen sie dann die Kiste neu ausbauen.

Das ist zwar hart, aber es dient der Vorbeugung von Krankheiten.

Das geht natürlich zu Lasten der Honigernte.

Die schon gesammelten Vorräte werden wieder verfüttert, denn das Zuckerwasser, welches üblicherweise verfüttert wird,  ist der Bienengesundheit nicht zuträglich und schwächen die ohnehin gestressten Bienen zusätzlich. Da muss man nicht weit denken, um das zu begreifen.

 

Wir hoffen auf einen Schwarm und werden vielleicht noch einen weiteren Schwarm uns besorgen, damit wir aufstocken können und bei einem Winterverlust nicht immer wieder von vorne anfangen müssen.

Trotz der Arbeit und der Probleme manchmal sind wir glücklich, die Bienen zu haben. Sie bereichern uns sehr.

 

Auch in diesem Jahr ist ein Bienentag angedacht. Im letzten Jahr fand er leider nicht statt. Alle Interessenten sind also herzlich eingeladen.

 

25.3.2015

Nun ist es sicher: das zweite Volk ist verendet.

Zunächst flogen die Bienen an einem warmen Tag aus. Wir freuten uns schon. Dennoch war augenscheinlich, dass es anders aussieht, als bei dem anderen Volk. Es erschien nicht so vital.

Nach einigen Tagen blieb der Flug wieder aus und nichts tut sich mehr.

Was könnte man nun mutmaßen:

Varroa oder auch doch durch plötzlichen Frost verklammt oder die keine Königin mehr.

Vielleicht wird die Kontrolle der Kiste einen Aufschluss ergeben.

Findet man viele Milben ist es klar. Ansonsten tappt man im Dunkeln.

Im Prinzip waren unsere Völker bisher mit der Varroa recht unbelastet.

Was passiert nun?

Die Kiste wird ausgeräumt und die toten Bienen verbrannt. Das Wachs wird für Kerzenwachs eingeschmolzen. Es ist gerade mal 1 Jahr alt.

Da es aber schon Behandlungen abbekommen hat, werde ich es für die Salben- u. Cremeküche nicht mehr verwerten. Hier verwende ich nur das Wachs aus dem Honigraum, welches in der Bienenkiste gerade mal vier Monate im Stock hängt und sauber und unbelastet ist.

 

Das weitere Jahr verlief gut.

Zunächst hofften wir auf einen neuen Schwarm, schließlich sind die Bienen der ersten Kiste seit zwei Jahren nicht geschwärmt.

Doch die Hoffnungen blieben unerfüllt und wir mussten die noch leere Kiste mit einem recht kleinen Nachschwarm besetzen, der überdies noch sogar mehrere Königinnen aufwies. 

Nun, sie haben es unter sich ausgemacht und es hat sich über den weiteren Sommer ein kräftiges Volk entwickelt, das sogar noch ein wenig Honig für uns gesammelt hat.

Wir gingen mit starken Völkern in den Winter.

Auch bei der Winterbehandlung, die sich in diesem Jahr wegen des milden Wetters nicht einfach gestaltete, fanden wir starke Völker vor.

Unsere Bienen scheinen recht wenig mit Varroa belastet. Das ist bei dem milden Winter nicht selbstverständlich.

Wir wissen von vergangenen Jahren, dass man erst weiß, dass man gut über den Winter gekommen ist, wenn er auch tatsächlich vorbei ist und die Bienen im Frühjahr wieder ausfliegen.

Wir hoffen auf eine gute Saison 2016, auf zwei Schwärme und zwei Kisten die wir besiedeln können.

Ich werde berichten.

 

 

 

 

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